Kubuntu Linux auf dem Elitebook 8530p

Ich hab das Christkind überfallen und ihm einen neuen Laptop, genauer ein HP EliteBook 8530p abgenommen! Das Überzeugende waren nicht etwa die Prozessorkerne, die unglaublich vielen schnuckligen Gigabites auf der Festplatte oder die sonstigen Ports, nein, es hat ein eingebautes Lämpchen (HP Night Light genannt)!

Nachdem sich ein paar Bytes im RAM quer gestellt haben, funktionierte die zweite Version und Windows hat wirklich schön gebootet.

Linux Bootprobleme

Voller Freude versuchte ich eine Ubuntu 8.04 und eine Kubuntu 8.10 RC1 (Interpid) zu booten, und damit begann die Odyssee: Schwarzer Bildschirm und Ruhe.

Damit sich Ubuntu 8.04 zum Mitspielen und Aufstarte überreden liess, brauchte es den Kernelparameter noapic. Nachdem ich splash und quiet entfernt habe, sah ich folgendes, das mir das Blut in den Adern gefrieren lies:

BUG: soft lockup - CPU#1 stuck for 11s! [modprobe:1913]

Über diesen Fehler schweigt sich das Internet leider aus. Bei Kubuntu 8.10 RC1 sah es nicht viel besser aus und der Bootvorgang blieb stehen bei:

ACPI: Thermal Zone

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Kurz und Schmerzlos: SD-Karten unter Linux am Laptop

sdcards Das heutige Gezeter und Geheule gehört der *tataaa* SD-Karte.
SD-Karten sind nicht nett; Man darf sie nicht zu oft beschreiben, das Secure ist vom Marketing erfunden und stinkt nach DRM, gerüchteweise darf man einige davon (vorallem die Günstigen) nur mit FAT-Dateisystem beschreiben, nicht alle Karten gehen überall rein und das nicht nur Formatmässig (das würde man mit Gewalt ja noch in den Griff kriegen 🙂 )! Mein alter Photoapparat hat nur verdutzt gefiept, als ich ihm die 8GB-Karte gezeigt habe, war er sich doch nur 64 MB gewohnt. So richtig bringts das nicht. Genau dies hat auch die Installation meines Asus eee verzögert! Die 8GB Karte hat sich – ganz beleidigt darüber wie eine Festplatte behandelt zu weden – einfach totgestellt. Dummes Ding.

Will man Daten unterwegs von der Karte evakuieren, wäre es schön, wenn man zum gesamten Kabelarsenal nicht noch mehr in Form eines günstigen und problemloseren externen Card-Reader dazukommen würde.

Nun, man muss sich etwas vorbereiten und herausfinden, wo zum PCI der Cardreader ist:

erinyes:~# lspci | grep -i "mass storage"
02:06.3 Mass storage controller: Texas Instruments PCIxx21 Integrated FlashMedia Controller

Mit der folgenden, halbmagischen Formel erweckt man den Mass Storage Controller zum Leben. Natürlich muss statt 02:06.3 die oben ausgespuckte Nummer hin.

setpci -s 02:06.3 4c=0x22

Will man dies dauerhaft einrichten, so bietet sich beispielsweise die Datei /etc/rc.local an.

Als Treiber braucht es drei Module:

modprobe mmc_block
modprobe mmc_core
modprobe sdhci

Will man auch das bleibend einrichten, so können sie in der Datei /etc/modules aufgelistet werden.

Steckt man nun die Karte ein, so sollte sich der Cardreader fröhlich in /var/log/messages melden:

Apr 21 23:22:37 erinyes kernel: mmc2: new SDHC card at address 0007
Apr 21 23:22:37 erinyes kernel: mmcblk0: mmc2:0007 SD08G 7862272KiB
Apr 21 23:22:37 erinyes kernel:  mmcblk0:

/dev/mmcblk0 ist nun das Device. Ein neues Dateisystem wird erstellt mittels mkfs.msdos /dev/mmcblk0. Gemountet wird die Bagage mittels mount /dev/mmcblk0 /mnt.

Will man das bleibend haben, so kann man jeweils /etc/fstab tunen:

/dev/mmcblk0       /mnt/mmcblk0       auto    defaults,user,noauto,noatime 0  0

noatime damit nicht bei jedem Lesen auf die Karte geschrieben wird. So sollts eigentlich funzen. Viel Spass mit den Teufelsdingern…

Switchconf: Ein kleines, feines aber geniales Tool um die Konfiguration umzuschalten

Das Tool

Laptops sind (meistens) (mehr oder weniger) portabel. Sie müssen sich also viele verschiedene Dinge in ihren Netzwerkanschlüssen gefallen lassen; Andere Konfigurationen, Netze die mit PEAP gesichert sind, Luftnetze, wechselnde Drucker und Windowsshares, etcetc.

Auch zu Hause gibt es unter Umständen Konfigurationen mit und ohne externem Monitor, in verschiedenen Netzwerkzonen (jaa, das gibts wirklich auch zu Hause …) etcetc pipapo.

Natürlich kann man sich das automagisch erledigen lassen. Unter Debian mit ifupdown, etc… Ich mags aber unter meiner Kontrolle auf mein Kommando. Switchconf ist ein kleines, feines Tool, dass die Aufgabe elegant und einfach löst. Es kann für sich angewendet oder von einem, anderen Skript getriggert werden.

Funktionsweise

In einem konfigurierbaren Verzeichnis (normalerweise /etc/switchconf) werden Verzeichnisse für die Konfigurationen angelegt. Beispielsweise home und work. Dort kann nun ein kompletter Verzeichnisbaum mit den Dateien die zu dieser Konfiguration gehören aufgebaut werden; beispielsweise ein /etc/switchconf/home/etc/network/interfaces und ein /etc/switchconf/work/etc/network/interfaces. Das Kommando

switchconf home

grast nun das Ganze /etc/switchconf/home ab und erstellt symbolische Links (konfigurierbar, es kann auch hardlinken und kopieren) vom System auf diese Konfiguration. Also:
/etc/network/interfaces/etc/switchconf/home/etc/network/interfaces

Auf die Arbeitskonfiguration schaltet es um mittels:

switchconf work

Und der Link sieht so aus:
/etc/network/interfaces/etc/switchconf/work/etc/network/interfaces

Weiter gibt es noch die Verzeichnisse /etc/switchconf/before.d und /etc/switchconf/after.d. Alle Skripts in before.d werden vor, alle in after.d nach der Umstellung ausgeführt, damit können Daemons (Cups, PCMCIA, XSupplicant, …) neu gestartet werden damit sie die neue Konfiguration einlesen.

Mögliche Lösungen

Netzwerk
Die Datei /etc/network/interfaces für jede Konfiguration anpassen. Bei statischem DNS eventuell noch /etc/resolv.conf.
Windows Shares
Die Datei /etc/fstab und eventuell die Credentials für jede Konfiguration anpassen.
Zweitmonitor, X-Auflösung, etc…
Die Datei /etc/X11/xorg.conf für jede Konfiguration anpassen.
Drucker
Die Datei /etc/cups/printers.conf für jede Konfiguration anpassen.
XSupplicant, WPA_Supplicant
Die Datei /etc/default/xsupplicant für jede Konfiguration anpassen. ENABLED auf 0 oder 1 setzen, je nachdem ob man ihn will oder nicht…

Es wäre noch mehr denkbar wie SMTP-Host, Hintergrundbild, …

Switchconf kann auch von Netzwerkdetektoren wie laptop-netconf oder Guessnet angestossen werden. Ich finde sein Konzept etwas transparenter wie die eingebauten Monster dieser Produkte… Und vorallem kann man immernoch von Hand umschalten…

Laptop spezialtasten in Xorg nutzen (Debian)

Was hab ich nicht alles gelesen wie das gehen soll… Dateien und X-Startskripts und hastdunichtgesehn. Aber eigentlich ist es ganz einfach unter Debian die Spezialtasten (Lauter, Leiser, etc) in Betrieb zu nehmen:

  1. xev | grep -i keycode starten, zum erscheinenden Fenster fahren und die entsprechenden Tasten drücken. Keycodes notieren.
  2. Datei /etc/X11/Xsession.d/40xorg-custom_load-xmodmap ansehen. Die ersten beiden Zeilen beinhalten die Dateien, wo man die Codes hineinschreiben kann.
  3. Mein /etc/X11/Xmodmap für den Compaq nx8220:
keycode 174 = XF86AudioLowerVolume
keycode 176 = XF86AudioRaiseVolume
keycode 160 = XF86AudioMute
keycode 205 = XF86ScreenSaver
keycode 245 = XF86AudioPause