Asus eee: Welch schnucklig, widerspenstig Teil!

Asus eeeSchon länger bin ich nun in Besitz eines Asus eee (4g). Ein wahrlich schnuckliges Teil, das mir viel Freude bereitet. Es hat die korrekte Grösse – die gerade noch an den meisten Sitzungstischen toleriert wird -, ist genügend schnell und ist gerade noch bedienbar. Als Erstes habe ich mehr RAM spendiert, mich mit SD-Karten rumgeschlagen und das Internet auf einem Stick besorgt. Nun kann ich unterwegs entwickeln, surfen, Filmchen kucken und auch live bloggen.

Das Betriebssystem

Das modifizierte Xandros auf dem eee ist erste Sahne, wirklich! Die reduzierte Komplexität hat den Nachteil, dass die Komplexität reduziert ist 🙂 , darum wollte ich ein „richtiges“ Linux.

Ubuntu sollte es sein! Nun hat man die Wahl zwischen eeeXubuntu, Ubuntu-eee oder dem standard Ubuntu. Ich habe mich für eeeXubuntu entschieden und das lief auch gut bis zum Update auf Ubuntu 8.04. Aber mit etwas Suchen habe ich dann eine gute Reparaturanleitung gefunden. Um das Ethernet wieder zum Laufen zu bringen, musste ich den Akku entfernen und wieder reinschieben (ohne Witz).

Grundsätzlich scheint es immer gleich zu laufen: Betriebssystem installieren und dann tweaken, um die Spezialfunktionen des eee zum Laufen zu kriegen. Glücklicherweise gibt es fertige Tweak-Skripts:

Diese Scripts müssen immer mal wieder gestartet werden… Beim Update und auch mal so, zur Erinnerung wahrscheinlich.

Sammlung von Kleinigkeiten

Hier werde ich die kleinen Dinge hinschreiben, die eventuell von Interesse und/oder wiederverwendbar sind.

Die Widerherstellungs-DVD

Die Widerherstellungs-DVD ist mehr als wählerisch was das Betriebssystem angeht. Will man einen recovery-USB-Strick herstellen, geht das nicht unter Linux und nicht unter Vista (auch wenn man die XP-Kompatibilität einschaltet). Unter XP hats dann wunderbar gefunzt und die Widerherstellung lief wie durch warme Butter.

Ändern des Standard-Bootmenüs

Die lügt die Kleine, und das gerade aus! Will man das Standardbootmenü verändern, so kann man die Vorhandene /boot/grub/menu.lst anpassen bis zum letzten Tage und grub-updateen oder grub-installen bis der Gothe noch schwärzer wird. Diese Datei dient nur als Lockvogel für Frickler, die richtig-richtige Datei ist wo ganz anders! Ausführlich beschrieben ist es bei eeeuser.com und WikiHow. Aber natürlich habe ich auch erst gesucht, nachdem ich ernsthaft (noch mehr) an meiner geistigen Gesundheit zu zweifeln begonnen habe… Kurz zusammengefasst:

  1. EEE rebooten und esc und/oder F9 widerholt und bestimmt drücken. Sporadisches Fluchen scheint auch zu helfen. Es sollte ein Bootmenü aufgehen, das ungefähr so aussieht:
    eee Boot Menü
  2. Beim ersten Eintrag e drücken und den Kerneleintrag um XANDROSBOOTDEBUG=y ergänzen.
  3. Mit b booten.
  4. sda1 und sda2 mounten:
    mount /dev/sda1 /mnt-system
    mount /dev/sda2 /mnt-user
    
  5. Nun kann /mnt-system/boot/grub/menu.lst (die Richtige!) editiert oder mit einer vorbereiteten auf dem Userdateisystem überschrieben werden.

Zum Glück haben die Kriedewagens die original menu.lst gepostet…

802.1X auf dem Original Xandros

Muss man sich authentifizieren, so hat eeeuser eine gute Anleitung wie man 802.1X zum Laufen kriegt.

Internet auf dem Stick: MC950D und T@ke Away von Sunrise unter Linux

Internet zum mitnehmen

MC950DDank dem Asus eee Schnucklteil wäre ich eigentlich mobil. Die Tatsache, dass ich ziemlich oft im Zug unterwegs bin musste als Ausrede herhalten meinen Ogo zu kündigen und mir stattdessen T@ke Away von Sunrise zu kaufen.
T@keAway kostet zuerst mal CHF 10 Grundpauschale. Man erhält ein Modem – wahlweise ein Novatel Ovation MC950D (der Stick) oder ein Huawei E220 – mit dem man dann mobil UMTS/EDGE mässig ins Internet kann. Pro Tag kostet es jeweils noch CHF 3.50, aber ohne Transferbeschränkung.

Swisscom hat ein Konkurrenzangebot (Internet Mobile Unlimited). Es kostet auch 10 CHF Grundpauschale, aber 4.50 CHF und somit 1 CHF mehr pro online-Tag. Der Vorteil ist die Upgrademöglichkeit zu einer volumenabhängigen Flatrate.

Das Einkaufen war problemlos. Ein sehr netter Verkäufer im Sunriseshop hat mich sehr speditiv und freundlich bedient. Ganz überrascht ob so viel Freundlichkeit – man hatte das Gefühl, sein Job macht ihm Spass – habe ich glatt für ein paar Minuten vergessen den Miesepeter rauszuhängen und wollte aus Freude fast noch etwas kaufen. Die Stühle standen aber nicht zum Verkauf und so habe ich meine Dinge getakeawayt und bin zügig nach Hause um den Stick in Betrieb zu nehmen.

Das MC950D Modem

Aussehen tut das MC950D Modem wie ein geschwollener Memorystick. Die SIM Karte kann vorne reingeschoben werden. Für zerstreute Hektiker wie mich ist der Deckel etwas problematisch, da er einen gewissen Fluchtreflex besitzt und gerne verloren gehen möchte.

Hier noch eine kleine Anleitung, wie ich die fröhlichen Lichtsignale der LED auf dem Stick interpretiere:

Rot: CD-Modus
Rot blinkend: Kein UMTS, aber ein EDGE wäre möglich
Violet: Verbunden über Edge
Blau blinkend: UMTS ist in der Luft
Blau blinkend: Verbunden über UMTS

Der Wechsel zwischen EDGE und UMTS passiert jeweils selbständig und automatisch.

Installation

Unter eeeXubuntu/Ubuntu

Dies ist eine kompakte Anleitung, ohne all die verlockenden Irrwege die ich beschritten habe. Nur soviel: Falscher Treiber und man hat das Gefühl, es sei eine Schnecke Inside, bzw ein Vogel ins UMTS-Wirelesskabel geflogen. Ausgetestet funktionieren tut es wunderbar für eeeXubuntu und Debian.
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Asus EEE bei Digitec.ch online bestellen?

Asus EEEIch will einen Asus eee, unbedingt, sofort! Ein mobiles Entwicklergerät, mit welchem ich überall – ganz diskret – programmieren kann ohne mir den Rücken beim Transport zu brechen und erst noch mit „jööööö“-Faktor bei den Frauen, *schwelg*. Leider hat mich die Gier etwas mitgerissen und so wollte ich alles Geld, das ich gespart habe seit ich nicht mehr rauche, in ein solches Teil investieren (ja, ich weiss dass in Bälde die grösseren Modelle und tausend Andere, Bessere herauskommen werden, aber ich will es jetzjetztjetzt!).

Nundenn, in der Schweiz scheint Digitec als erstes von Asus beliefert zu werden. Flott ausgewählt und denjenigen, der den besten Lieferstatus hatte, sofort bestellt. Darüber, dass mir als Kunde die Kreditkartengebühren angerechnet werden (12.70 CHF) wurde ich ja unterrichtet, und ich habe es für befremdlich aber als tragbar befunden. Dann wird auch noch der Versand hinzugerechnet. Ok, die Leutchens dort scheinen echt knapp zu kalkulieren. Mit meiner verliebten Rosabrille habe ich auch das alles geschluckt und gedacht, dass ich drüber hinwegkommen werde wenn das Teil erst mal bei mir ist.

Eigentlich dachte ich, die Bestellung wäre eine Art Reservierung. Umso mehr bin ich erschrocken, als ratzfatz die ganze Kohle sofort vom Konto abgebucht wurde, ohne einen definitiven Liefertermin. Das finde ich nicht lustig und das habe ich Digitec iganz freundlich gemailt. Die Antwort: Zen-mässige Ruhe. Ich bin hart im nehmen, aber dann wurde ein paar Tage später angekündigt (und mir zynischerweise per Mail mitgeteilt) dass es ab jetzt keine Versandkosten mehr gäbe (ausser für Idioten wie mich natürlich, die schon früher bezahlt und Digitec so Zinserträge ermöglicht haben).

Danach hat der Lieferstatus gewechselt und die deutschen Geräte, bzw. die Surfversion waren plötzlich besser lieferbar. Anfrage per Mail ob ich auf die am bäldesten lieferbare Version umbuchen kann: Keine Antwort. Ich fühle mich echt nicht geliebt, wenn die einzige Interaktion mit mir als Kunden das Abbuchen meiner sauer verdienten Kohle ist!

DigitecNun kann sogar Amazon liefern, allerdings zu einem unglaublich überteuerten Preis. Digitec scheint aber nicht mehr der einzige Quell dieser Freude zu sein und darum: Bestellung stornieren. Die wirklich sehr nette Dame am Telefon hat gemeint „das System macht das so“. Jaaa, ok, das System ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Praise the System! Komischerweise finden auch Andere, an verschiedenen Stellen das System etwas unterschlau dimensioniert.

Nun habe ich also den Auftrag storniert. Im onlinesystem sehe ich Minusbuchungen ausser für die Kreditkartenkommission. Danke für gar nichts, das mich 12.70 + Telefon gekostet hat. Und nun mal warten wann ich meine Kohle wieder in die Arme schliessen kann.

Nachtrag: Ich war wohl etwas zu sauer. Nachdem ich ein Mail geschrieben habe wurden auch die 12.70 zurück überwiesen. Das ging sehr schnell von Seiten Digitec, thnx.

Nun muss ich also weitersuchen. Weil die Suche auf eBay auch (noch) nicht wirklich erfolgreich war, gibts wahrscheinlich nur eines: Warten *grmpfl*.

Amazon Deutschland hat ihn, aber die liefern nicht in die Schweiz… *übergrmpfl*.