Internet auf dem Stick: MC950D und T@ke Away von Sunrise unter Linux

Internet zum mitnehmen

MC950DDank dem Asus eee Schnucklteil wäre ich eigentlich mobil. Die Tatsache, dass ich ziemlich oft im Zug unterwegs bin musste als Ausrede herhalten meinen Ogo zu kündigen und mir stattdessen T@ke Away von Sunrise zu kaufen.
T@keAway kostet zuerst mal CHF 10 Grundpauschale. Man erhält ein Modem – wahlweise ein Novatel Ovation MC950D (der Stick) oder ein Huawei E220 – mit dem man dann mobil UMTS/EDGE mässig ins Internet kann. Pro Tag kostet es jeweils noch CHF 3.50, aber ohne Transferbeschränkung.

Swisscom hat ein Konkurrenzangebot (Internet Mobile Unlimited). Es kostet auch 10 CHF Grundpauschale, aber 4.50 CHF und somit 1 CHF mehr pro online-Tag. Der Vorteil ist die Upgrademöglichkeit zu einer volumenabhängigen Flatrate.

Das Einkaufen war problemlos. Ein sehr netter Verkäufer im Sunriseshop hat mich sehr speditiv und freundlich bedient. Ganz überrascht ob so viel Freundlichkeit – man hatte das Gefühl, sein Job macht ihm Spass – habe ich glatt für ein paar Minuten vergessen den Miesepeter rauszuhängen und wollte aus Freude fast noch etwas kaufen. Die Stühle standen aber nicht zum Verkauf und so habe ich meine Dinge getakeawayt und bin zügig nach Hause um den Stick in Betrieb zu nehmen.

Das MC950D Modem

Aussehen tut das MC950D Modem wie ein geschwollener Memorystick. Die SIM Karte kann vorne reingeschoben werden. Für zerstreute Hektiker wie mich ist der Deckel etwas problematisch, da er einen gewissen Fluchtreflex besitzt und gerne verloren gehen möchte.

Hier noch eine kleine Anleitung, wie ich die fröhlichen Lichtsignale der LED auf dem Stick interpretiere:

Rot: CD-Modus
Rot blinkend: Kein UMTS, aber ein EDGE wäre möglich
Violet: Verbunden über Edge
Blau blinkend: UMTS ist in der Luft
Blau blinkend: Verbunden über UMTS

Der Wechsel zwischen EDGE und UMTS passiert jeweils selbständig und automatisch.

Installation

Unter eeeXubuntu/Ubuntu

Dies ist eine kompakte Anleitung, ohne all die verlockenden Irrwege die ich beschritten habe. Nur soviel: Falscher Treiber und man hat das Gefühl, es sei eine Schnecke Inside, bzw ein Vogel ins UMTS-Wirelesskabel geflogen. Ausgetestet funktionieren tut es wunderbar für eeeXubuntu und Debian.
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ATI (AMD) Radeon Grafikkarte unter Linux

Tja, die Schule geht los und ich hab viel gewurstelt an meinem Laptop… Morgen früh, extrem viel geschlafen, ich starte die Präsi, beginne Weisheiten abzusondern und sehe dass ich die Präsentation am Beamer genau nicht sehe. Es folgt ein wildes Gewurstel an Kabeln, Tastern und Schaltern bis ich kleinlaut ein Windowslaptop holen gehen muss, unter dem spottenden Spalier der Pinguinjäger…

Diagnose

Die AMD-Treiber sind ein proprietäres Modul von ATI selbst. Es treibt das Xorg an und ist wie alle proprietären Module (vmware, gna!, aber das ist ein anderes Thema) abhängig von der Kernelversion und reagiert empfindlich auf Updates. Ob alles ok ist sieht man am Besten mittels fglrxinfo:

$ fglrxinfo
display: :0.0 screen: 0
OpenGL vendor string: Mesa project: www.mesa3d.org
OpenGL renderer string: Mesa GLX Indirect
OpenGL version string: 1.2 (1.5 Mesa 6.5.1)

Hab ichs doch geahnt, Mesa werkelt und nicht ATI. lsmod zeigte mir, dass kein Modul fglrx seine Arbeit tat. Nun, wahrscheinlich wurde wieder der Kernel hinter meinem Rücken upgedated…

Die unrühmliche Ausprobierphase

Nun folgte die obligatorische, eigentlich-weiss-man-es-besser Treiber neuinstallations-, X-reboots- und Restartphase 🙂 . Sie gipfelte immer irgendwie in:

FATAL: Module fglrx not found.

Die Lösung

Zuerst aufräumen als Root:

rm -Rf /usr/lib/fglrx
rm -Rf /lib/modules/fglrx
dpkg -P fglrx-amdcccle fglrx-driver fglrx-driver-dev fglrx-kernel-src

Dann das Ganze wie in diesem kleinen HOWTO beschrieben installieren:

Folgende Dinge braucht man:

apt-get install module-assistant build-essential dh-make debhelper debconf libstdc++5 linux-headers-$(uname -r)

Dann den Treiber downloaden und die Pakete erstellen:

ati-driver-installer-8.39.4-x86.x86_64.run --buildpkg Debian/etch

Diese installieren:

dpkg -i *.deb

Und das Kernelmodul machen:

cd /usr/src
m-a prepare
m-a a-i fglrx

Ein modprobe fglrx sollte nun klappen. Ev muss man es noch in /etc/modules einbauen.

Ich habe noch eine neue xorg.conf erstellt:

dpkg-reconfigure xserver-xorg
aticonfig --initial

Der Rest wird vom Tool amdcccle erledigt (auch als Root starten)…

USB Logitech QuickCam Express (046d:092f) unter Linux

Da chatten ein neues Hobby geworden ist und meine alte Webcam, hmm, das Schicksal aller ausgeliehenen Bücher gegangen ist, habe ich ne neue gekauft: QuickCam Express für fastgarnix. Das Einrichten ging dank der Anleitung von ichbinsnur genial einfach. Thnx a lot diesem Wizard…

Kurz:

  • Quellen installieren:
    apt-get install spca5xx-source
  • Quellen entpacken:
    tar xvfj /usr/src/spca5xx-source.tar.bz2
  • Den Patch (nach ichbinsnurs Anleitung geschrieben) drüberlaufen lassen. Patch for spca5xx for Logitech Quickcam Express
    patch -p0 > echo  qcexpresspatch.patch
  • Das Ganze kompilieren:
    make; make install

Und schon sehe ich meine Fresse bei Kopete, etc… Uuups, sollte mal die Haare kämmen gehen….