Avaloq IT-Adventure Battle-Day

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 2 in der Serie Avaloqix Programmierwettbewerb

    battledaySo, nun ist er also durch, der Avaloq IT Adventure Battle Day. Etwa 40 Anmeldungen verzeichnete Avaloq für den Wettbewerb, die 10 besten Agenten sowie deren Coderz wurden zu diesem Event eingeladen. Das Resultat vorneweg: Mein Agent wurde nach Strich und Faden zerzaust :boxen: und landete auf Platz 8. Nicht den Hauch einer Chance. Ich war schon sehr stolz, in einer solch illusteren Runde überhaupt anwesend sein zu dürfen. Zum Einen war die Veranstaltung Bi-National mit Teams aus Bonn, Köln, Dresden und Berlin, und der Schweiz, zum Anderen bin ich mir schon wie Joe the Plumber vorgekommen :). Mathematikstudenten, Dozenten, passionierte Spieleprogrammierer, die schon während der Präsentation Fachdispute geführt haben :).

    Beim ersten Spieldurchgang haben sich die Programmierer der Agenten vorgestellt und die implementierten Strategien und Taktiken erläutert. Das war wirklich mehr als spannend und lehrreich. Grundsätzlich haben sich zwei Kategorien herausgebildet: Die Bewerter und die Durchspieler (fachlich korrekte Namen aus der Spieletheorie nach Wahl einsetzen).

    Die Bewerter haben verschiedene Faktoren gewichtet miteinander verrechnet: Änderung des Maxflows, Änderung des Current-Flows, eine Kantenwichtigkeit, Quellen- oder Senkenkanten, … Die zweite Gruppe von Agenten hat versucht, möglichst viele Spiele durchzurechnen und so die Züge, bzw. Kanten zu bewerten. Die Durchspieler haben obsiegt (mindestens Rang 1 und 2 gingen an Agenten dieser Kategorie).

    Informatikerkino

    Informatikerkino

    Der Gewinner hat mit einer Vorversion des Agenten schon letztes Jahr gewonnen (obwohl dieser angeblich einen Bug hatte und beim ersten Zug die am schlechtesten bewertete Kante ausgewählt hat 🙂 ). Er war auch der Einzige, der daran gedacht hat, dass die Turnier-Maschinen mehrere Cores haben könnten und diese auch aktiv ausgenutzt hat (an den eigenen Kopf hau! Oft und feste! :kopfklatsch: ). In seinem Handout hat er ein interessantes Paper zur Spieletheorie angegeben.

    Avaloqix hat eine neue Version des Spielfeldes mit erweiterten Debug-Ausgaben gezeigt. Auf einem der Laptops lief ein Matchmaker, der die Agenten automatisch aufeinander los liess; DAS wäre ein gutes Tool gewesen beim Entwickeln :). Sie denken leider eher nicht, dass sie den Wettbewerb noch ein drittes mal durchführen werden. Dafür sind Ideen im Raum, die Spieloberfläche zu opensourcen.

    Der Nachmittag war äusserst spannend und ich habe viel gelernt. Unter Anderem auch, wie hemdsärmelig mein Algorithmus in Tat und Wahrheit war. Etwas mehr Theorie und Optimierung hätten wahrlich nicht geschadet.

    Ich gratuliere allen Gewinnern und danke Avaloq und den Anderen.

    Die Photos sind auf Flickr verfügbar.

    Nachtrag: Juhuu, ich bin doch dabaei in Marrakesch! Das nennt man Lucky Looser :freu: !

    6 Gedanken zu “Avaloq IT-Adventure Battle-Day

    1. Gratuliere das du zum Lucky Looser wurdest.

      Schöner Bericht der den Tag sehr gut beschreibt. Die Atmosphäre am Tag selbst sollte man noch als äußerst entspannt benennen. Nach der Vorstellungsrunde gab es ja schließlich einen hervorragenden Aperto – also Bier, Wein und Schnittchen – währenddessen man mit den Leuten von Avaloquix nd untereinander kickern und plaudern konnte.
      Die Durchspieler waren imho entweder reine Monte-Carlo-Methoden oder Branch-and-Cut-/Alpha-Beta-Anwender.
      Bis bald in Marrakesch,
      Jens

    2. @Bonner Jo, Du hast ganz recht: Die Atmosphäre war sehr entspannt und nur Spielagenten wurden auseinandergenommen 🙂 . Avaloq liess sich echt nicht lumpen und hat echt was spendiert.

      War ein wirklich guter Nachmittag da..!

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