Technik, Gothic und Anderes

Technik ist Spiel, Gothic ist ernst und Zeit hat man zuviel

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    blog.oncode.info läuft bei Cyon und ich bin sehr glücklich damit.

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Google AdSense in Feeds mit Feedburner oder: Zu blöd zum Feeden

Geschrieben von skaldrom am 15. September 2008

Es hat mich mal wieder gepackt: Mein Rückenmark hat die Steuerung übernommen und in einem ganz dunklen Moment mit meinem Grössenwahn zusammengespannt (nur möglich bei Volllmond) und mich gezwungen, meine RSS-Blog-Feeds bei Feedburner zu ‘burnen’. Der vernünftige Gedanken neben dem lauten Gedankenschrei “WILL SPIELEN” war, dass ich zwei Plugins aufs mal wegschmeisen hätte könnnen: Feedfooter, das meine Feeds mit einem Werbeträchtigen Footer versehen hat (auf den eh niemand je geklickt hat) und Feed-Stats (welches Mühe gehabt hat mit relativen Links auf Beiträge, welche eigentlich in einem Feed eh verboten sind. Absolute Links haben aber zu einem internen Trackback geführt, was ich nicht wollte (und nun mit dem No Self Pings WordPress Plugin abgestellt habe)).

Leider bin ich zu blöd. Zu blöd für Feeds und zum Burnen, zum Futtern und Brennen und erst recht zu blöd für Google :crazy: . Ich verstehs nicht. Aus Schande soll dieser Beitrag meine Blödheit dokumentieren und gleichzeitig – wie im deutschen Sprachraum üblich – dem Ehre zollen den ich nicht verstehe und der darum so viel gescheiter sein muss als ich.
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Google AdWords Gutschein: Ätsch, reingelegt

Geschrieben von skaldrom am 11. August 2008

Ich dachte schon, Google hätte mich lieb, da unser aller Übermutter mir nicht eine 1, nicht eine 2, nicht eine 3, sondern sage und schreibe eine konkret krasse 4 als PageRank verliehen hat. Doch das ist vergänglich und geschah wahrscheinlich nur zum Einlullen…

So höret den heutigen Rant von mir:

Es begab sich, dass dem Skaldrom einen 100 CHF Gutschein von AdWords ins Haus geflattert kam. Bei Google AdWords können Anzeigen geschaltet werden, die dann über Google AdSense ausgeliefert werden. Hier auf dem Blog seht Ihr einige von denen. Da ich auch diese Seite der Medaille kennen lernen und meinen Mitanzeigenschaltern die 100 CHF von Google nicht vorenthalten wollte, habe ich den Gutschein eingelöst (dachte ich) und ein paar Anzeigen gemacht. Ich habe wirklich viel gelernt, zum Beispiel wieso die Klickbeträge so uneinheitlich sind und wieso die Anzeigen manchmal komisch gestaltet werden. Die Anzeigen haben den Traffic nicht merklich verändert, aber es war durchaus witzig.

Das böse Erwachen

Nun plötzlich beginnt Google Beträge von meiner Kreditkarte abzubuchen! Nun, keine richtig Grossen, aber immerhin den Gegenwert von zwei, drei Kinobesuchen. Naja, ich dachte dass das wohl ein Irrtum sein muss und meldete mich beim Support.

Ätsch, blöder Skaldrom

Der Support meldet sich in Form eines sehr exotischen Frauenvornamens, der mich und alle meine Sorgen versteht. Er understanded wirklich extrem und meint, ich hätte doch den Code nicht eingegeben.

Doch, habe ich. Als “Beweis”: Es gab eine Aktion in der AdWords Kunden selbst Gutscheine verteilen konnten. Das konnte ich nicht, da ich kein “echter” Kunde war.

Ja dann müsste ich halt den Code nochmals eingeben. Ja habe ich den denn noch? Ich finde nicht mal mehr meine Sonnenbrille (und die habe ich gestern noch gesehen)!

Der exotische Frauenname understanded auch das, kann aber nichts machen. Ich hab ihm zurückgeschrieben, dass ich extrem not amused bin und habe mit Anwalt gedroht. Was anderes bleibt mir wohl nicht übrig, da eh keine Chancen und ein paar Milliarden zu arm.

Wenn Google genügend Idioten wie mich findet, kann er bald Microsoft kaufen.

Und die Moral von der Geschicht

Adwords Gutschein: Nett anzusehn
Es wird aber mächtig in die Hosen gehn!
Wirst Du auch understanded vom Support
ist die Kohle trotzdem fort!

Und sonst?

Gehts mir gut, danke. Wenn das so weitergeht werd ich echt stinkig und schmeiss alles Googlelige weg :motz: . Das Web gabs vorher schon und es wird auch nachher noch existieren. Don’t do evil! Lach!

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Asus EEE bei Digitec.ch online bestellen?

Geschrieben von skaldrom am 25. March 2008

Asus EEEIch will einen Asus eee, unbedingt, sofort! Ein mobiles Entwicklergerät, mit welchem ich überall – ganz diskret – programmieren kann ohne mir den Rücken beim Transport zu brechen und erst noch mit “jööööö”-Faktor bei den Frauen, *schwelg*. Leider hat mich die Gier etwas mitgerissen und so wollte ich alles Geld, das ich gespart habe seit ich nicht mehr rauche, in ein solches Teil investieren (ja, ich weiss dass in Bälde die grösseren Modelle und tausend Andere, Bessere herauskommen werden, aber ich will es jetzjetztjetzt!).

Nundenn, in der Schweiz scheint Digitec als erstes von Asus beliefert zu werden. Flott ausgewählt und denjenigen, der den besten Lieferstatus hatte, sofort bestellt. Darüber, dass mir als Kunde die Kreditkartengebühren angerechnet werden (12.70 CHF) wurde ich ja unterrichtet, und ich habe es für befremdlich aber als tragbar befunden. Dann wird auch noch der Versand hinzugerechnet. Ok, die Leutchens dort scheinen echt knapp zu kalkulieren. Mit meiner verliebten Rosabrille habe ich auch das alles geschluckt und gedacht, dass ich drüber hinwegkommen werde wenn das Teil erst mal bei mir ist.

Eigentlich dachte ich, die Bestellung wäre eine Art Reservierung. Umso mehr bin ich erschrocken, als ratzfatz die ganze Kohle sofort vom Konto abgebucht wurde, ohne einen definitiven Liefertermin. Das finde ich nicht lustig und das habe ich Digitec iganz freundlich gemailt. Die Antwort: Zen-mässige Ruhe. Ich bin hart im nehmen, aber dann wurde ein paar Tage später angekündigt (und mir zynischerweise per Mail mitgeteilt) dass es ab jetzt keine Versandkosten mehr gäbe (ausser für Idioten wie mich natürlich, die schon früher bezahlt und Digitec so Zinserträge ermöglicht haben).

Danach hat der Lieferstatus gewechselt und die deutschen Geräte, bzw. die Surfversion waren plötzlich besser lieferbar. Anfrage per Mail ob ich auf die am bäldesten lieferbare Version umbuchen kann: Keine Antwort. Ich fühle mich echt nicht geliebt, wenn die einzige Interaktion mit mir als Kunden das Abbuchen meiner sauer verdienten Kohle ist!

DigitecNun kann sogar Amazon liefern, allerdings zu einem unglaublich überteuerten Preis. Digitec scheint aber nicht mehr der einzige Quell dieser Freude zu sein und darum: Bestellung stornieren. Die wirklich sehr nette Dame am Telefon hat gemeint “das System macht das so”. Jaaa, ok, das System ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Praise the System! Komischerweise finden auch Andere, an verschiedenen Stellen das System etwas unterschlau dimensioniert.

Nun habe ich also den Auftrag storniert. Im onlinesystem sehe ich Minusbuchungen ausser für die Kreditkartenkommission. Danke für gar nichts, das mich 12.70 + Telefon gekostet hat. Und nun mal warten wann ich meine Kohle wieder in die Arme schliessen kann.

Nachtrag: Ich war wohl etwas zu sauer. Nachdem ich ein Mail geschrieben habe wurden auch die 12.70 zurück überwiesen. Das ging sehr schnell von Seiten Digitec, thnx.

Nun muss ich also weitersuchen. Weil die Suche auf eBay auch (noch) nicht wirklich erfolgreich war, gibts wahrscheinlich nur eines: Warten *grmpfl*.

Amazon Deutschland hat ihn, aber die liefern nicht in die Schweiz… *übergrmpfl*.

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Gutscheine per Internet: Nützliches im Doppelpack

Geschrieben von skaldrom am 1. October 2007

Dies ist ein von trigami vermittelter, bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter, bezahlter Eintrag.

Die Idee…

Gift …ist genial und genial einfach! Gutscheine für die verschiedensten Dinge werden über das Web angeboten. Das Einkaufen als solches ist durch das Web schon sehr viel schuhsohlensparender geworden, da die physikalische Bewegung der Körpermasse von Ladenlokal zu Ladenlokal nicht mehr notwendig ist. Bei vouchernet.ch findet man nun über 70 Anbieter bei welchen Gutscheine käuflich erworben werden können auf einer Seite vereint.
Will man Gutscheine verschenken, so sollte dies wohlüberlegt sein: Zum Einen sollte es nicht als fehlenden Einsatz oder mangelnde Fantasie interpretiert werden können (auch wenn genau das der Grund für ein Gutscheinkauf war :-) ) und zum Anderen muss man sich bewusst sein, dass der monetäre Wert des Geschenks von der/dem Beschenkten direkt abgelesen werden kann. Andererseits gibt es Dinge wie ein Kinoeintritt oder ein Essen in einem schönen Restaurant die nur sehr schwer, mit viel Papier und eventuell unter Einwirkung von Zwang eingepackt werden können.

Das Angebot

Auswahl

Die Anbieter der Gutscheine sind sehr breit gestreut: Regionale Unternehmen wie zum Beispiel eine Waschanlage in Wohlen oder ein Chocolatier aus Cham/Zug, aber auch national bekannte und verbreitete Betriebe wie McDonalds oder der WWF, das Alpamare, das Technorama oder das Verkehrshaus bieten Gutscheine feil. Interessante Ideen wie ein schweizerischer Museumspass oder eine Minimal Techno/Minimal House DJane können den eher unkreativen Schenker inspirieren. Sollte man mal nicht beim Umziehen helfen wollen, so kann man immerhin Umzugskisten von Homegate verschenken…
Über 70 Unternehmen sind eine solide Basis, können aber regional natürlich nicht alles abdecken.

Gutscheinarten

Die meisten Gutscheine werden über die Website bestellt und finden den Weg per herkömmlicher Schneckenpost zu einer beliebigen Adresse. Der Versendezeitpunkt kann frei ausgewählt werden und streicht somit schon wieder eine Pendenz von der Liste des Schenkers.
Vouchernet.ch preist sich als e-mässigen-Last-Minute-Geschenke-Retter an. So richtig ist das aber noch nicht möglich, da nur 8 Anbieter Gutscheine per Email anbieten.
Einige Gutscheincodes können bei den Webshops der Anbieter verwendet werden, was natürlich extrem e-mässig-web2.0ig rüberkommt. Die überwiegende Mehrheit wird aber im entsprechenden Ladenlokal gegen weltlich Gut getauscht. Das macht sicher bei vielen Dingen auch Sinn, da ein BigMac per Post und ein Haarschnitt im Paket einfach nicht dasselbe sind wie wenn sie frisch vom Produzenten kommen…

Die Website

vouchernet.ch Screenshot

Navigation und Usability

Der ganze Webauftritt ist klar und strukturiert aufgebaut. Ein grosses *bravo* für den Verzicht auf unnötige Schnörkel und die klare Navigation. Das ganze Design vermittelt Seriosität und Klarheit. Auch der ungeübte Webeinkäufer wird sich bis zum Kauf des Gutscheines durchschlagen können. Eine schenkerfreundliche Suchfunktion (für wen, Kanton, Preisrahmen) ist eine grosse Hilfe für den noch nicht festgelegten Schenker. Einzig die Gutscheinsvoransicht beim Hoovern über den Gutscheintitel ist zwar schön und illustrativ, aber etwas versteckt, wenn auch in der Hilfe beschrieben (liest die jemand?).

Was mir dann eher schwer gefallen ist, ist die Registrierung. Man könne bei einem Wettbewerb mitmachen und erhalte Exklusivangebote. Wollen wir doch! Die Site will dann aber plötzlich frech viele Privatdaten von mir. Adresse, Geburtsdatum und woher man Vouchernet kennt sind Pflichtfelder. Sicher interessant für das Marketing, aber herauspressen aus dem Anwender wirkt eher unsympathisch (im Gegensatz zum Rest der Site und den Texten, die sehr sympathisch rüberkommen!). Dann akzeptierte er auch noch meine .info Emailadresse nicht. Hey, .info gibts schon seit 2001!.
Als ich endlich alle meine Reichtümer und einen Gegenwert für meine Informationspreisgabe (jaa, meine Info ist was wert, ich will was dafür!) einsammeln wollte, wurde mir eine Seite “Eigene Daten ändern” präsentiert. Darauf sind zwei voreingestellte Passworteingabefelder mit ihrem Inhalt hinter den bekannten Sternchen versteckt. Allerdings waren die beiden Passwörter nicht gleich lang. Häh? Mit Click und Clack auch diese Hürde gemeistert und dann kommt heraus, dass der Wettbewerb abgeschlossen ist (obwohl mir noch viel Glück gewünscht wurde) und die Exklusivangebote “in Kürze” aufgeschaltet werden. Naja, hmm, tja, nett ist das nicht.

Technisches

Technisch hat mich die Seite eher verwundert. Sie funktioniert einwandfrei, aber einige kleine Dinge sind etwas im Argen. Die Unternehmer sind in der Promotingphase für die Website und möchten eine grössere Bekanntheit erlangen. Dafür müssten sie aber auch etwas SEO (Suchmaschinenoptimierung) betreiben, damit sie der verzweifelte Möchtegernschenker auf dem allmächtgen Google auch findet. Fehlerhaftes HTML, nur zwei Keywords (eines davon noch falsch geschrieben), kein Favicon, keine robots.txt, etc sorgen halt nicht für Spitzenplätze. Bin sehr gespannt ob dieser Eintrag für das Wort “Gutschein” noch vor vouchernet.ch in den Suchresultaten erscheint ;-) . Auf der positiven Seite ist ein Inserat bei Google mit den richtigen Keywords und ein del.icio.us Engagement zu verzeichnen. Auch der RSS-News-Stream funktioniert gut.

Für den Benutzer zeigen sich auch einige Probleme: Die Trennstrich in den Beschreibungstexten müssten entfernt werden, sonst erge- ben sich fremd- artige Gebilde bei einer and- eren Browser- breiten.

Kleinere Details wie ein “Click to activate and use this control” (vom Flash) wenn man im MSIE über dem Logo verweilt, sind dann eher unwichtig (dochdoch, man kann Flash so einbetten dass dieser Hinweis nicht kommt). Interessant ist, dass Microsoft diese Meldung auf Grund eines verlorenen Rechtsstreites einfügen musste…

Ohne Hinweis:


Mit Hinweis (nur MSIE grösser gleich 6.0):

Testkauf

Der Testkauf war eigentlich direkt und einfach, bis ich gesehen habe, dass die Versandkosten für einen Gutschein für einen Kindereintritt ins Technorama (12 Franken) satte 4 Franken betragen. Hui, 4 Hämmer (??!!) das tut weh. Ist da noch der Druck dabei? Seit wann kostet eine A-Post-Marke 4 Franken? Nö, ich bezahle keine 33% Aufpreis.

Dafür wäre das Bezahlen einfach: Rechnung oder Postcard. Kreditkarte ist vorgesehen und wird bald integriert werden.

Wenn die Gutscheine wirklich so aussehen wie auf dem Preview, dann machen sie echt was her.
Gutschein fürs Technoarama

Bei einigen Gutscheinen sind allerdings die Texte etwas irritierend.
Beispielsweie:

Mit diesem Gutschein schenken Sie Vergnügen pur.

oder

Dieses Geschenk passt immer. Noch dazu hat es Format: praktisch, ultradünn, modern.

implizieren nicht gerade Bescheidenheit des Schenkers. Der Gutschein ist ja für den Beschenkten, und der schenkt nicht und soll selbst beurteilen, ob es immer passt.

Für Anbieter

Anbieter können zwischen drei Modellen wählen: vouchernet.ch bietet auf Wunsch Druck der Gutscheine und Inkasso an. Der Preis bewegt sich um 1 sFr. pro Tag plus 1,75% Umsatzbeteiligung wenn für ein Jahr gebucht wird und eine Preisstaffelung für längerfristige Buchungen. Interessant ist auch die Verkaufsgarantie, die greift, wenn nicht mindestens ein Gutschein pro Monat verkauft wird. In diesem Falle gibt es eine Gratis-Verlängerung.

Fazit

Eine geniale Idee, seriös umgesetzt. Kleinere technische Unfeinheiten halten einem nicht vom Einkauf ab, höchstens vielleicht die happigen Versandkosten.
Firmen könnten bei vouchernet.ch Gutscheine kaufen und den Mitarbeitern mit Jubiläen kalkulierbar, richtig getimed etwas schenken, dass sie wahrscheinlich auch brauchen können. Göttis und Gotten finden nützliche Dinge, auch wenn sie sich in der Welt der Pubertierenden nicht mehr unbedingt auskennen und inspirierend ist es allemal. Ich werde die Site für kommende Weihnachten in sicher in meinen e-Bummel mitaufnehmen.

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Akuma! oder: freie Musik für freie Bürger

Geschrieben von skaldrom am 11. September 2007

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Digitale Musikakuma – Online Musikdienst ist ein Onlineshop, der Musik von vielen Indie-Gruppen im mp3-Format ohne aufgezwungenes Rechtemanagement verkauft. Die Website besitzt verschiedene Features um Musik und Künstler zu finden sowie viele Communityfunktionen und läuft wunderbar auch auf einem Firefox unter Linux.

Internet und e-Commerce

Das Internet als Shoppingparadies ist eine praktische Sache: Geburtstag, Weihnachten und Selbsttröstungen kann man zu normalen Informatikerzeiten (abends um 8 bis morgens um 3 ;-) ) bequem vom Bürostuhl aus besorgen. Noch besser wird es, wenn man das erworbene Gut durch die Leitungen drücken und ohne Lieferzeiten direkt geniessen kann.
Gerade Musik würde sich dafür wunderbar anbieten. Den Soundtrack zur aktuellen Tätigkeit auswählen, bezahlen, downloaden und sich freuen.
Leider wollten bis jetzt viele Anbieter meine Kohle nicht; sie versuchten mir mittels DRM vorzuschreiben wann ich was wie zu hören habe, sie wollten mir bestimmte Geräte aufzwingen oder mir sogar mein geliebtes Linux madig machen. Wenn dann mal einiges gepasst hat gabs neben Spearguilera, UmpfpengzaggazaggaYoYo! und Schunkelschenkelklopfer nicht vieles käuflich zu erwerben.
Grundsätzlich gab und geb mein Geld nicht gerne Leuten die es nicht wollen, und so habe ich mir die Musik halt auf anderen Wegen (legal!) besorgt. Eine Website die mein Geld möchte muss also in Komfort, Auswahl, Einfachheit und Freiheit konkurrieren können.
Die Anfrage, über akuma.de zu schreiben kam daher wie gerufen. Ich will die Künstler ja bezahlen und bin auch gerne bereit etwas auszugeben, wenn ich dafür effizient zu meiner Musik komme.

Funktion und Angebot

Songs und Alben

AkumaLaut Selbstinformation hat es auf akuma eine Auswahl aus 600’000 Songs (und einigen Hörbüchern), Tendenz steigend. Ich kann bestätigen, dass man vieles findet, sowohl alte Klassiker wie auch neuere Bands. Die Preise beginnen bei 0,89 € (etwa 1,45 CHF) Song und bei 4,49 € (7,35 sFr.) für ein Album.
Alle Songs sind ohne DRM (wunderbar!) und im MP3 Format mit mindestens 192 kBit/s codiert (häufig mehr), was eine maximale Kompatibilität über die Betriebssystemgrenzen hinaus und eine gute Qualität garantiert.
Beim Kauf eines Albums kann man sich mit Hilfe eines Covergenerators ein CD-Inlay im PDF-Format zusammenklicken, inklusive original-Coverbild und Trackliste.

Ein Bisschen irritiert hat mich der Hinweis (inzwischen weg vom Netz), dass einige der mp3 Dateien mit einem digitalen Wasserzeichen versehen sind. Hm, ok, wahrscheinlich macht das Sinn in Deutschland, aber hier im der Schweiz dürfen die Dateien (eingeschränkt) weitergegeben werden und somit ist der Aufwand dieses Unterfangens bei den Eidgenossen sicher vergebens.

Man kann in alle Songs reinhören und ein Player im Browser spielt die ersten paar Sekunden. Das reicht normalerweise echt für entzücktes Quitschen oder unmütiges aber bestimmtes Klicken auf den Stop-Button.
Gefällt der Song, so kann er einer Merkliste hinzugefügt werden und man kann sich das Liedchen später nochmals zu Gemüte führen. Gefällt der Song sehr, so kann er direkt käuflich erworben werden (später dazu mehr).

Redownload

Gibt es einen Festplattencrash, möchte man die Musik trotzdem weiter hören können, schliesslich hat man sie ja bezahlt. Bei akuma gibt es zwei Lösungen dafür:

  • Die Lieder können ohne Einschränkung gebrannt und somit weggesichert werden.
  • Die gekauften Lieder können bei akuma neu gedownloaded werden.

Community

akuma ist auch mit Communityfunktionen ausgerüstet. Immerhin wurde gerade der 10’000ste, angemeldete Benutzer gefeiert! Sogenannte “Ticks” identifizieren einem als Fan einer Gruppe oder eines Albums. Musik kann weiterempfohlen und bewertet werden, “Freunde” wollen gemacht und eingeladen werden, es gibt ein Mailsystem und jeder besitzt ein Gästebuch. An diesen Funktionen wird auch noch gearbeitet.

Bedienung

Auf den Ersten Blick hat es sehr viel Text und Bildchen auf der Homepage und man ist auch als Technophiler fast etwas erschlagen. Das hält aber nicht lange an, denn die Bedienung ist erste Sahne. Etwas schräg in der Ergonomiewelt stehen die benutzten Piktogrämmchen. Sie sind nicht sprechend und bei mir zeigen sich auch keine Toolips. Hm, dann muss ich halt raten was ein Pinsel bedeutet: Löschen, Cover machen, mein Büro abstauben?
Bei der Darstellung ist mein Firefox 2.0.0.5 unter Linux sicher nicht die einfachste Zielplattform. Ich habe aber keinen einzigen Bug oder auch nur schon eine Unschönheit erkennen können.

Die akuma Page

Für Suche und und einige weitere Funktionen werden Ajax Features (dynamische Elemente ohne dass die Seite neu geladen wird) eingesetzt, die richtig funktionieren und auch Zeit sparen. So macht Web 2.0 Spass und es ist eine Freude den Suchergebnissen zuzusehen wie sie nacheinander aufpoppen.

Einkaufserlebnis

Grundsätzlich sehe ich zwei verschiedene Einkaufsszenarien (wobei Zweiteres sich auch in Ersteres wandeln kann während des Websitebesuchs ;-) ):

Ladenbummel

Beim “Ladenbummel” hat man Zeit und Lust, neues kennen zu lernen. Alle 600’000 Songs kann man nicht anhören, also ist man auf Hilfsmittel angewiesen.
Es gibt eine Menüordnung nach Genre (Gothic ist wie bei vielen realen Musikläden auch nicht dabei) oder auch verschiedene “Charts”, welche die meistverkauften Musikstücke eines Genres auflisten.
Tags erlauben den Websitebesuchern ein Song oder Album mit irgendwelchen Worten zu versehen (gibts auch für dieses Blog, siehe Tagwolke in der Sidebar). Nundenn, entweder ist dieses Feature schwierig zu verstehen oder die Anwender haben etwas Mühe, denn Xavier Naidoo ist als Goth getaggt (autsch) und es existieren die Tags “goth” und “gothic”. Sinnvoll wäre es, wenn man Tags kombinieren könnte, im Sinne von Alle Stücke mit den Tags ‘gothic, female voice, fast, electronic’ aber ohne ‘industrial’ und ohne ‘heulsuse’. Nur ein Tag anzuklicken gibt bei Goth eine Liste von einer Zillion Alben die man beim besten Willen nicht durchhören kann. Deli.cio.us hat dabei ein einfaches Interface geprägt.Das System scheint die Tags von last.fm zu importieren. Das wiederum ist clever gemacht!
Akuma benutzt ebenfalls den Audioscrobbler von last.fm um verwandte Künstler anzuzeigen. Das heisst, es gibt interessante Empfehlungen und eine Musikgruppe die Gefällt kann als Ausgangspunkt dienen um neues kennenzulernen ohne sich ganz zu verrennen.

Gezieltes Suchen nach einem Song/Album

Sucht man ein ganz bestimmtes Lied, so gibt es eine Suchmaschine die direkt zum Ziel führt. Kurz und schmerzlos. Von jedem Album kann jeder einzelne Song gekauft werden. Das gibt die komische Situation, dass das eher kürzeres Intro gleichviel kostet wie die Ballade epischer Länge in der Mitte. Amputiert man aber das Intro um Geld zu sparen, geht unter Umständen viel Ambiente verloren…

Bezahlung und Download

Akonto

Wenn es dann ans Kohle abdrücken geht stellt akuma folgende Optionen zur Verfügung:

  • Click and Buy (Zahlen per Telefonrechnung/Kreditkarte)
  • PayPal (Kreditkarte)
  • Onlineüberweisung (aus der Schweiz nicht möglich)
  • Lastschrift (aus der Schweiz nicht möglich)

Das ganze funktioniert nach dem Aufladesystem: Man überweist Geld und kauft dann davon die Musik. Wenn man unter 20 € auflädt dann muss man die Gebühren (~ 0,50 €) selbst übernehmen.

Preise

Kaufen kann man einzelne Songs oder ganze Alben. Die Preise sind wirklich mehr als ok! Bei ein paar stichprobenartigen Vergleichen mit CD-Onlineversender schnitt akuma durchs Band besser ab. Etwas fremd fand ich, dass teilweise alle Songs eines Albums im Einzelkauf günstiger waren als das gesamte Album.

Download und Abspielen

Der Download geht zügig vonstatten und die mp3s sind wunderbar mit allen ID3-Metainformationen versehen.

Fazit

Negatives

Das Tagging ist noch nicht optimal: Die fehlenden Kombiniermöglichkeiten schränken den Nutzen etwas ein. Die falsch getaggten Stücke sind natürlich den Benutzern zuzuschreiben (böseböse ;-) ).

Positives

Akuma ist ein schöner Shop der sehr sympathisch rüberkommt. Die Communityfunktionen sind viel versprechend und an der Site wird noch gearbeitet. Die Auswahl und das Einkaufsvergnügen sind gegeben und darum werde ich die Website noch oft besuchen.

Zum Schluss

Musik online bestellen macht Spass und funktioniert..!

Nachtrag Juni 2009: Leider hat Akuma den Downloadbetrieb eingestellt :(

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