Geschrieben von skaldrom am 24. September 2007
Der Auftrag
Ich möchte für die Website www.oncode.info ein schnuggeliges opensource CMS, das mir ermöglicht, meinen abgesonderten Code irgendwie halbwegs schön zu präsentieren und zum Download anzubieten. Als besondere Extremhürde würde ich zusätzlich gerne den RSS-Feed dieses Blogs anzeigen und irgendein schönes Design übernehmen, da ich die Fähigkeit habe, alles hässlich aussehen zu lassen wenn ich es selbst in die Hand nehme. In Java hingegen möcht ichs nicht, da Tomcat mich nicht mag…
Die Ausführung
Das kann doch nicht so schwer sein! hat sichs gedacht, obwohl mans doch besser weiss. Xoops kenne ich schon und mit Typo3 habe ich auch schon Erfahrungen gesammelt, was Neues sollts schon sein irgendwie. Bei opensourcecms kann man verschiedene OSS CMS ausprobieren (genial! Mit Adminfrontend!) und bei cmsmatrix können ebendiese verglichen werden. Es scheinen also auch schon andere arme Kerle mit diesem Problem konfrontiert worden zu sein. Obwohl Joomla! unterschiedlich gute Schlagzeilen macht, hat es auf den ersten Blick doch gut und vielseitig ausgesehen. Nundenn: Fröhlich eingerichtet, ein Template gesucht und installiert. Das erste Template ging nicht, weil es irgendeine %#*(/+ Sublib brauchte. Ich wollte nicht die nächsten 24 Stunden wirklich nicht mit Suchen verbringen und so habe ich wohl oder übel die zweite Wahl eingesetzt. In dieser zweiten Wahl hatte es ein wunderbares Bildchen, das ich natürlich in liebevoller Kleinarbeit angepasst und verschandelt habe. Tja, nach dem ersten mal herumschrauben im Adminpanel ist es dann leider - wohl von sich selbst angewiedert - verschwunden… Nunja, ok. Man kann in ebendiesem Adminpanel RSS-Feed-URLs eintippen: Hab ich gemacht, aber darstellen ist nicht… Nunja. Ich lade dann halt mal ein Modul herunter und installiere es mit dem Installer. Es erscheint, aber nur genügend lange bis ich es konfigurieren konnte. Danach verschwindet es (wohl zum hässlichen Bildchen) und meine Website wird nur noch halb angezeigt, ohne Fehlermeldung, (sogar im Debug-Modus)… Wahrscheinlich die Rache des J’s im Namen des RSS Aggregatormoduls. Das hat mir gereicht: Ich bin zu dumm… Bin ich schon raus oder was?
Auch von PHPWCMS hört man viel Gutes. Dass aber im Titel der Dokumentationsseite eine Art HTML-Tags dargestellt werden, hat mich doch eher abgeschreckt… Nunja, wahrscheinlich ist es ein designerisches Mittel und absichtlich, aber ich hab auch echt keine Nerven dafür das herauszufinden nach dem Joomla!-Debakel… AddOns gibt es leider auch noch nicht viele… PHPWCMS ist wirklich gut und hat sich im Einsatz bewährt, für mich scheints aber nicht zu sein…
Dritter Versuch: e107. Geiler Name, schöne Site, viele Erweiterungen, aber leider ist die Theme-Site nicht erreichbar. Nunja, vielleicht kommt sie ja wieder (nachdem sie sich mit dem hässlichen Bild und dem J-Aggregatormodul genügend unterhalten hat), aber nachdem ich auf der Pluginsite eine Entschuldigung für die lange Downtime gelesen habe, hats mir gereicht. (Ok, ich gebs zu, viel geschlafen habe ich in letzter Zeit nicht, darum bin ich auch nicht so geduldig, aber das ist eine GANZ andere Geschichte
).
Naja, dann suche ich halt mal weiter… Die Verlockung, selber was Kleines zu schreiben wird aber immer grösser…. Das wäre dann wohl das gazillionste CMS…
Ähnliche Artikel
Eingeordnet in Web | 5 Komentare »
Geschrieben von skaldrom am 7. August 2007
Zentrale Accountverwaltung (oder in Managerdeutsch: Single Signon) ist etwas schönes! Der IT-Support kann sich darum kümmern, spontan Änderungen vornehmen und die Websiteverantwortlichen müssen nicht mehr rennen und vergessene Passworte zurücksetzen. Viele Zentrale Verzeichnisse laufen unter Windows mittels ADCs (Active Directory Connector). Der ist so nett und stellt seine Dienste auch als LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) zur Verfügung. Der Apache kann darüber (auch unter Linux) authentifizieren mit Basic Authentication, also mit dem Passwortfenster aber ohne PHP und PERL und so…
Benötigt wird das Modul authnz-ldap. Unter Debian kann das eingeschaltet werden mittels:
In einer .htaccess Datei oder in der Site-Konfiguration kann man nun sehr gezielt für Verzeichnisse oder URLs die Authentifizierung einschalten. Hier ein Beispiel:
<location /admin>
AuthName "LDAP-Authentifizierter Bereich"
AuthType Basic
AuthBasicProvider ldap
AuthLDAPBindDN ldapreader@aden.local
AuthLDAPBindPassword secretpassword
AuthLDAPUrl ldap://adc1.aden.local/ou=Accounts,dc=aden,dc=local?sAMAccountName?sub
AuthzLDAPAuthoritative on
require ldap-group CN=Angestellte,OU=Berechtigungsgruppen,OU=Gruppen,DC=domain,DC=local
</location>
- ldapreader@aden.local:
- Ist ein Benutzer mit Leserechten aus der Domäne domain.local
- secretpassword:
- Ist das Passwort dieses Benutzers.
- require:
- Gibt an, wer Zugriff hat. ldap-group authentifiziert ganze Gruppen. Es gibt aber auch noch andere Direktiven.
Das Ganze funktioniert natürlich auch für SVN und Websvn Zugriffe über das Web!
Ähnliche Artikel
Eingeordnet in Webapplikationen | Keine Kommentare »
Geschrieben von skaldrom am 5. August 2007
Um zu einem SSL- Zertifikat zu kommen, kann unter Debian folgendes Kommando verwendet werden:
apache2-ssl-certificate
Dieses könnte man nun signieren lassen oder wenn man nur die Verschlüsselungseigenschaften braucht einfach so belassen. Wenn Apache das Modul mod_ssl geladen hat, kann man nun noch die Datei ans richtige Ort bewegen (Siehe SSLCertificateFile Parameter weiter unten).
Port 443 ist der Port auf dem der Apache auf https Verbindungen hört. Dass er dort ein Ohr platziert muss /vserver/webv2/etc/apache2/ports.conf angepasst werden;
Man hat ein schönes Zertifikat mit ganz vielen Bitlein und nun sollen die Benutzer dies auch gefälligst nutzen. Auf gut Deutsch: man zwingt alle http-Anfragen auf https (http://sicher.oncode.info soll zu https://sicher.oncode.info werden). mod_rewrite für Apache kann das gut, sehr gut sogar und erst noch automatisch. Dafür muss Apache folgendermassen konfiguriert werden:
Datei /vserver/webv2/etc/apache2/sites-available/default
NameVirtualHost *:443
NameVirtualHost *:80
<virtualhost *:80>
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} !=on
RewriteRule ^/(.*) https://%{SERVER_NAME}%{REQUEST_URI} [R]
</virtualhost>
<virtualhost *:443>
ServerName sicher.oncode.info
ServerAdmin apache.admin@onc0de.info
SSLEngine On
SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl/apache.pem
[...]
</virtualhost>
Ein nettes Tutorial gibt es auch auf Tim Bormans Blog.
Ähnliche Artikel
Eingeordnet in Netzwerk, Webapplikationen | Keine Kommentare »
Geschrieben von skaldrom am 31. July 2007
Wir binden bei uns SVN-Verzeichnisse direkt ins LMS (Learning Management System) Moodle ein. Einige Verzeichnisse haben mit Umlauten funktioniert, andere wiederum nicht. Ich bin tief eingetaucht in die Materie und habe 2, 3 kleine Erleuchtungen gehabt. Vielleicht bringt der folgende Bericht irgendjemandem was: Encodings im LMS der Berufsfachschule BBB

Ähnliche Artikel
Eingeordnet in Webapplikationen | Keine Kommentare »