Technik, Gothic und Anderes

Technik ist Spiel, Gothic ist ernst und Zeit hat man zuviel

Archiv für 'Desktop' Kategorie


AntMe, Spass mit programmierbaren Ameisen

Geschrieben von skaldrom am 2. July 2008

AntMe!Nachdem ich die Ameisen in meiner Wohnung mit ganz perfidem tragts-es-zu-euch-nach-Hause-und-vergiftet-eure-Nachkommen-Gift losgeworden bin, habe ich sehr viel sympathischere Zeitgenossen dieser Spezies getroffen: AntMe ist ein Programmierspiel, dass aus Microsofts Coding4Fun Initiative (nicht zu verwechseln mit dem Galileo Coding for Fun Buch. Das ist auch spassig, behandelt auch AntMe, aber zusätzlich noch viele Andere Dinge) hervorgegangen ist. Es hat einen eigenen Wikipedia Artikel und vorallem eine geniale Homepage.

Grundsätzlich geht es darum Ameisen zu implementieren die überleben, Äpfel und Zucker sammeln und unter Umständen auf Käfer und fremde Ameisen losgehen. Ein Markierungsmechanismus sorgt dafür, dass die Ameisen untereinander kommunizieren können. Fortgeschrittene Ameisenpapis und -mamis können spezialisierte Ameisen erstellen und RPG mässig Eigenschaften verbessern, wenn sie dafür andere verschlechtern.

Die Ameisen in Aktion

Die Ameisen können in C# oder in Visual Basic .net mit der notwendigen Intelligenz versehen werden. Bestimmte Methoden werden zu bestimmten Ereignissen aufgerufen; beispielsweise WirdMüde() (ja, mit “ü” und deutsch) oder SiehtFeind(ByVal käfer As Käfer). Zur Steuerung steht fast der ganze .net Sprachumfang zur Verfügung, sowie Ameisenspezifische Hilfsmethoden wie etwa GeheZuBau() oder GreifeAn(käfer).

Quickstart

Auf der AntMe Homepage findet man verschiedene Versionen. Wir spielen hier mit der 1.5 Beta 2 (VB.net oder C#, je nach Gusto). Die Profiversion beinhaltet den gesamten Quellcode der Spielengine (!). Das ist so genial, dass es nochmals erwähnt werden darf: Die Profiversion beinhaltet den gesamten Quellcode der Spielengine. Will man sich nur mit den Ameisen beschäftigen, reicht die Einsteigerversion. Im Download enthalten ist ein gut dokumentiertes Ameisenskelett, bei dem sofort losgottgespielt werden kann.
Eine gute Doku über die Klassen und deren Methoden sowie ein Tutorial wird mitgeliefert. Zum Teil beziehen sich die Unterlagen noch auf Version 1.1, aber der Transfer zu 1.5 ist eigentlich kein Problem. Für Leute, die lieber kuckn statt lesen, gibt es gut gemachte Screencasts, die ebenfalls in die Thematik einführen.

Für eher haptisch veranlagte Menschen gibt es auch ein Buch: AntMe! - Programmieren und Spielen mit den Ameisen und Visual C#. Das kenne und besitze ich allerdings (noch) nicht.

Verfügt man noch über keine Programmierumgebung, so könn bei Microsoft gratis die Express Versionen verschiedener Sprachen downgeloaded werden. Für die 3D Visualisierung braucht man
noch DirectX. Mit der neusten Version (nicht mit der im Forum angegebenen) hat es wunderbar gefunzt.

Turniere

Ein Bisschen lebt das Ganze auch vom kompetitiven Element (um ehrlich zu sein, vielleicht ist ein Bisschen etwas untertrieben: ICH FRESS EUCH ALLE AUF!). In der Version 1.5 funktioniert das Importieren von anderen Ameisen leider nicht und es wird eine unbehandelte Ausnahme ausgespuckt:
Der Typ für Member AntMe.SpielKonfiguration.AntMe.Simulation, Version=1.5.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=37d8e32ef3294969 wurde nicht aufgelöst.

Workaround für die VB-Version (C# ungetestet):
Lesen Sie den Rest dieses Beitrages »

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Coding, Desktop | 5 Komentare »

Soviel Phun!!!

Geschrieben von skaldrom am 24. March 2008

PhunDas macht mal wieder echt Spass! Phun ist eine Art Spiel, aber vielmehr eine interaktive Physikengine. In einer virtuellen 2D Welt können einfache Dinge wie Rechtecke, Kreise, Ketten, Freie Formen, Wasser, Motoren, … plaziert und miteinander verbunden werden. Beim Starten interagieren diese Elemente miteinander, physikalisch fast korrekt.

Dinge wie Dichte, Reibungskoeffizient, etc können ebenfalls für die einzelnen Elemente angepasst werden.

Es macht einen Riesenspass Katapulte zusammenzustellen und virtuelle Mauern einzuhauen. Wie ein kleines Kind Türme zu bauen, nur um sie dann wieder einzureissen ist einfach nur eine Freude zum Quitschen.

Für anspruchsvollere Naturen gibt es natürlich auch anspruchsvollere Aufgaben: Zeppeline, Fallschirme, Schiffe die Schwimmen, Panzer die fahren und schiessen. All das kann man runterladen und als blöder Bully wie ich einer bin mit grossen Steinen zusammenhauen. Immer und immer wieder *lach*. Naja, ich hab mal eine Mitsteinzusammenhaumaschine gemacht, aber die braucht noch ein Bisschen…

Das Programm funktioniert unter Linux und Windows, sofern eine 3D-Beschleunigung vorhanden ist.

Für Videos gibt es eine YouTube Gruppe:

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop | 3 Komentare »

Office 2007 Wordateien (docx) unter (Debian) Linux mit OpenOffice öffnen

Geschrieben von skaldrom am 18. October 2007

Voraussetzungen

Word 2007Office 2007 greift um sich! Immer öfters begegnet man den docx Dateien im OpenXML Format. Die vorgestellte Lösung erlaubt das Öffnen und Ansehen dieser Dateien in OpenOffice. Ob sie allerdings echt Layouttreu sind, habe ich nicht gecheckt. Damit es läuft sollte ein OpenOffice > 2.0 installiert sein → bei mir hats mit 2.2.1 gefunzt.

Vorgehen

Zum Glück wird dee Translator weiterentwickelt. Die entsprechenden Dateinamen müssen einfach angepasst werden. Der Downloadlink sollte generisch sein.

  1. Download des OpenOffice OpenXML Translator - RPM’s von Novell.
  2. Im Verzeichnis drin das RPM entpacken (Dateinamen bitte anpassen):
    rpm2cpio odf-converter-1.0.0-5.i586.rpm | cpio -iv --make-directories
  3. OpenOffice schliessen und die entsprechenden Erweiterungen ins richtige Verzeichnis kopieren:
    cp -r usr/lib/ooo-2.0/* /usr/lib/openoffice/
  4. Die Doku kopieren:
    cp -r usr/share/doc/packages/odf-converter /usr/share/doc/
  5. Mime-XML kopieren:
    cp usr/share/mime/packages/odf-converter.xml  /usr/share/mime/packages/
  6. Mime-Datenbank updaten:
    update-mime-database /usr/share/mime
  7. KDE3 Mime:
    cp opt/kde3/share/mimelnk/application/* /usr/share/mimelnk/application/
  8. Gnome Mime:
    cp opt/kde3/share/mimelnk/application/* /usr/share/mimelnk/application/
  9. Dann noch die Icons:
    cp -r opt/gnome/share/icons/* /usr/share/icons/
  10. Sich freuen!!!

Addition Mai 2008:

Zamzar macht das nun auch online! Ganz stark, und vorallem mit allen Formaten, also auch xlsx (Excel 2007)!

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop, Linux | 4 Komentare »

eLearning etwas anders…

Geschrieben von skaldrom am 26. September 2007

Unter Elearning wird oftmals noch das dröge Lernen von verbugten, sturen CD’s seiner selbst willen verstanden. Einen Schritt weiter geht das Blended Learning und die Learning Management Systems (lms) wie zum Beispiel Moodle.

Es geht aber auch ganz einfach und ganz spassig: AK Kappenberg hat mit WinChemie eine Programmsammlung mit einigen Perlen gratis zum Download ins Web gestellt, und das nicht nur für Chemie!

Der grosse Preis

Bei Der grosse Preis wird die Klasse in mehrere Gruppen eingeteilt, die live und abwechslungsweise gegeneinander Fragen beantworten, die mit dem Beamer projiziert werden. Dabei können die Gruppen Punkte einsetzen, sich beraten, ärgern oder freuen. Der Lerneffekt ist riesig, weil es einfach Spass macht. Die Fragen können mit einem Editor geändert und für jedes Fachgebiet angepasst werden.

Achtung: Damit das Teil läuft müssen die EconNSoft Core Components von AK Kappenberg vorgängig installiert werden, ansonsten gibt es eine nichtssagende Fehlermeldung!

Als nächstes werde ich AK Riddle austesten. Das scheint über das Netzwerk zu funktionieren. Ein Erfahrungsbericht dürfte folgen…

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop, eLearning | Keine Kommentare »

Structorizer: Struktogramme unter Windows und Linux (Nachschlag)

Geschrieben von skaldrom am 8. September 2007

Die Freuden des Bloggens

Blogging ist genial. Im Beitrag Struktogramme (Nassi Shneiderman) mit dem Computer zeichnen habe ich leider Structorizer nicht zum Laufen gebracht. Dem Autor zu schreiben traute ich mich nicht ganz, da ich sicher war, dass es nur an meiner eigenen, angebohrenen Blödheit gelegen hat. Vielleicht stimmt das auch, aber Bob Fisch hat höchtpersönlich einen Kommentar unter das Posting gesetzt, mit der Bitte ihm zu mailen. Das habe ich gemacht und innerhalb weniger Stunden hat er eine neue Version auf der Website publiziert. Genial, unglaublich, sowas erlebt man nicht mal bei hochbezahlten Serviceverträgen.

Structorizer

Structorizer beim Diagramme erstellen
Structorizer läuft nun wunderbar und hat seinen positiven Eindruck den ich von den Screenshots hatte bestätigt:

Structorizer unterstützt alle Sinnbilder nach DIN 66261:
Inklusive Mehrfachauswahl, Unterroutinen (Call) mit “Sub”-Darstellung, Aussprung (jump), …
Structorizer ist mehrsprachig:
Er unterstützt Englisch, Deutsch, Französisch, …
Exports:
Export als BMP-Bilder und direktes Ausdrucken.
Einfärben:
Verschiedene Farben können die Übersichtlichkeit erhöhen.

Die Bedienung ist mittels Drag-und-Drop sowie sprechenden Tooltips nach ein paar wenigen Minuten intuitiv. Es läuft stabil und das Kreieren von Struktogrammen macht einfach Spass.

Bob Fisch gebührt grössten Respekt. Ein solches Projekt in Angriff zu nehmen und auch bis zu einer verwendungsfähigen Version voranzutreiben, es der Allgemeinheit gratis zur Verfügung zu stellen (inklusive Quellcode) und dann erst noch Support für DAUs wie mich zu übernehmen ist eine Leistung die Anerkennung verdient!

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop, Linux, Theorie und Schnipsel | 6 Komentare »

Struktogramme (Nassi Shneiderman) mit dem Computer zeichnen

Geschrieben von skaldrom am 28. August 2007

Struktogramme

Struktogramme sind einiges platzsparender als Flussdiagramme. Gerade für Programmierneulinge ist es eine gute Möglichkeit Abläufe zu visualisieren.

NSDs können natürlich von Hand mit Stift auf Papier gezeichnet werden. Allerdings nur, wenn man ein Mensch mit exakter Schreibweise und ruhigem Strich ist. Bei Sauklauen wie mir erinnern die Struktogramme eher an moderne Kunstwerke als an Algorithmen. Computerapplikationen helfen gut in diesen Fällen und so habe ich ein Programm dafür gesucht, welches Struktogramme sauber darstellen kann und unter Linux lauffähig ist.

Structorizer

Structorizer sieht schön aus, läuft unter Linux und Windows und ist open Source.
Er hat wegen speziellen Umständen sein eigenes Posting bekommen.

Nessi

Nessi ist in zwar Java geschrieben, läuft aber trotzdem recht flott. Es besteht aus einem einzigen JAR das mit java -jar Nessi.jar gestartet werden kann und somit eigentlich keine Installation und/oder Gemurkse benötigt. Mit ein Bisschen Zielen kann man die Blöcke gut platzieren und verschieben. Der einzig richtige Nachteil ist die fehlende Mehrfachauswahl.

Nessi auf Windows XP

Neben der Darstellung bietet Nessi auch noch ein “Processing” der Diagramme. Hier eine Implementierung des Hasenbein-Algorithmus, der für einen Hühner-Hasen-Bauer aus der Anzahl der Tiere und Beine die Anzahl der Hühner und Hasen errechnet. Dieser Ablauf kann “ausgeführt” werden und liefert elegant das Resultat.

Nessi und der Hasenbein-Algorithmus

Für Fortgeschrittene

Ein Projekt für irgendwanneinmal ist DEViL. DEViL ist ein Editor für visuelle Sprachen und die NSDs sind nur eine Implementierung davon. Damit zu arbeiten wäre echt spannend, leider fehlt mir grad die Zeit dazu :-( .

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop, Theorie und Schnipsel | 1 Kommentar »

Histogramme in Excel

Geschrieben von skaldrom am 27. August 2007

Aufgabenstellung

In einer Umfrage wurde gefragt, wie viele Minuten für den Arbeitsweg gebraucht und mit welchem Verkehrsmittel sie zurückgelegt werden:

Wieviel Zeit in Minuten benötigen Sie für den Schulweg? Welches Verkehrsmittel benützen Sie?
15 Individualverkehr
25 Öffentlicher Verkehr
5 zu Fuss
40 Individualverkehr
30 Sonstiges
55 Kombiniert
80 Sonstiges
45 Öffentlicher Verkehr

Wie stellt man das als Diagramm dar? Jede einzelne Minute kann es nicht sein, das würde wohl etwas unübersichtlich… Man müsste Bereiche bilden können (bis zu einer Viertelstunde, zwischen einer Viertelstunde und einer halben Stunde, …). Genau hier kommen die Histogramme ins Spiel…

Vorgehen

Für die Diagrammdaten muss eine Tabelle nach folgendem Schema erstellt werden:

A B C D E F G
1 Zeit [Min] Individualverkehr Kombiniert Öffentlicher Verkehr Sonstiges Obergrenze Insgesamt
2 0-15 15
3 16-30 30
4 31-45 45
5 46-60 60
6 61-75 75
7 76-90 90
8 91-120 120
9 >121 9999

Da wir nach Art und Weise wie der Schulweg zurückgelegt wird gruppieren möchten, muss die Tabelle mit den Rohdaten zuerst danach sortiert werden: Daten > Sortieren….

Nun wirds tricky. Folgendes wiederholen für alle leeren Spalten (Individualverkehr, Kombiniert, Öffentlicher Verkehr, …):

  1. Den leeren Zellen eines Bereichs markieren (Beispielsweise B2-B9 für Individualverkehr)
  2. Einfügen > Funktion… > Statistik > HÄUFIGKEIT (FREQUENCY in Englisch). Daten sind die Quelldaten (die Minuten für den Individualverkehr) und die Klassen sind die Obergrenzen (bei diesem Beispiel G2:G9). Und nun (!) die drei Tasten ctrl+shift+Enter (Deutsch: strg+umschalt+Eingabe) gleichzeitigdrücken.

    Haeufigkeitsfunktion im Funktionsassistent

Nachdem alle Arten von Verkehrsmitteln so eingereiht sind, kann ein Diagramm erstellt werden mit den Daten ohne die Obergrenze (A2:F9).

Histogramm

Weiteres

Es gibt auch ein Add-In (Analyse-Funktionen), aber als Kontrollfreak mach ichs gerne von Hand…

Learn-Line hat eine sehr gute Einführung und Arbeitszimmer hat sie auch noch bebildert.

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop | Keine Kommentare »

5 Wege für ProgrammiererInnen die Zeit intelligent zu verdödeln

Geschrieben von skaldrom am 8. August 2007

1. Corewars

Die Corewars ArenaOldie but Goldie! Corewars ist ein Programmierspiel in welchem sich Programme in einem zyklischen Speicher bekämpfen. Diese kleinen Kämpfer sind in einer Assemblerartigen Programmiersprache geschrieben und beherrschen sogar eine Art Multithreading. Bei jedem der Kampfprogramme wird abwechslungsweise ein Befehl ausgeführt. Das Programm das am Schluss noch ausführbar ist hat gewonnen.

Einfachstes Beispiel: der Imp. Er gewinnt zwar nie, aber verliert auch nicht. Alles was er tut ist den Code aus Speicherstelle 0, also sich selber (in Corewars sind alle Speicherangaben relativ zur eigenen Position) eine Speicherstelle weiterkopieren. Als nächstes wird diese kopierte Version ausgeführt und er rast geschwind durch den ganzen Speicher und überschreibt viele, sehr ausgeklügelte aber träge Giganten.

; The imp: Er kopiert sich selbst immer einen Schritt weiter
mov 0, 1

Etwas vielfältiger ist der Dwarf. Er schiesst Steine (unausführbare DAT-Anweisungen) durch den Speicher:

add #4, 3 ; Addiere 4 zur DAT-Anweisung
mov 2, @2 ; Kopiere die DAT-Anweisung an die Speicherstelle auf die sie zeigt
jmp -2    ; Von vorne
dat #0

Grundsätzlich gibt es drei Strategien die sich grundsätzlich zyklisch gegenseitig schlagen:

Papers:
Papers sind Replikatoren. Sie kopieren sich selbst über das Spielfeld und führen ihre Kopien dann aus.
Stone:
Stones schmeissen unausführbare dat Anweisungen über das Spielfeld.
Scissors:
Scannen das Spielfeld und versuchen andere Warriors zu finden und mit sinnlosem Code zu beschäftigen.

Ganz wilde Naturen wenden genetische Algorithmen an um sich Krieger zu züchten! Ganz verrückte Sache!

Die Idee ist schon über 10 Jahre alt und die “Arenen” sind relativ ausgereift, inklusive Debuggingfunktionen. Es gibt sie online als Applet und einige Implementationen wie ARES, Corewin oder den Klassiker pMars (inklusive Quellcode) den es auch für Linux gibt (wenn man nicht selber kompilieren will). Die Sprache (redcode) ist genormt und es gibt Turniere (sogenannte Hills) auf denen ständig Kampfprogramme gegeneinander antreten. Sogar ein Benchmark gibt es.

Eine gute Deutsche Einführung gibt W. Zimmer. Auf Englisch gibt es ganz viele verschiedene (einfach mal googeln oder wikipedien).

2. NetLogo

Die NetLogo Oberfläche

Kennt Ihr noch Logo? Die Sprache mit der Schildkröte (turtle) die man hemmungslos herumkommandieren konnte? NetLogo ist Logo auf Speed, denn mit ihm kann man fast beliebig viele Schildkröten kommandieren. Das ermöglicht sehr interessante Simulationen für verschiedene Fänomene wie Gerüchteausbreitung, Jäger/Beuteverhältnis, Seggregation, Partikelverhalten und besoffene Seemänner :-) . Über NetHub ist NetLogo Client/Server fähig. Eine spassige und äusserst fesselnde Sache.

3. Robocode

Robocode Arena

Bei Robocode geht es darum in Java einen Roboter zu entwickeln. Dabei leitet man von einer Grundklasse ab und lässt die Roboter in einer grafisch schön gestalteten Arena gegeneinander antreten. Ursprünglich wurde das Spiel von IBM entwickelt, baer heute macht eine deutsche und eine englische Community weiter. Robocode ist eine geniale Möglichkeit, Java und objektorientiertes Design zu lernen.

package msc;
import robocode.*;
//import java.awt.Color;

/**
 * StupidZonk - a robot by (your name here)
 */

public class StupidZonk extends Robot
{
        /**
         * run: StupidZonk's default behavior
         */

        public void run() {
                // After trying out your robot, try uncommenting the import at the top,
                // and the next line:
                //setColors(Color.red,Color.blue,Color.green);
                while(true) {
                        // Replace the next 4 lines with any behavior you would like
                        ahead(100);
                        turnGunRight(360);
                        back(100);
                        turnGunRight(360);
                }
        }

        /**
         * onScannedRobot: What to do when you see another robot
         */

        public void onScannedRobot(ScannedRobotEvent e) {
                fire(1);
        }

        /**
         * onHitByBullet: What to do when you're hit by a bullet
         */

        public void onHitByBullet(HitByBulletEvent e) {
                turnLeft(90 - e.getBearing());
        }

}

4. CodeRuler

Das Coderuler-Land

CodeRuler ist ein weiteres IBM Glanzstück: Sie, beziehungsweise Ihr Programm, ist eine Königin oder König und Herrscht über Land, Burgen, Ritter und Untertanen. Sie kämpfen gegen eine oder mehrere böse Königinnen und Könige in feindlichen Schlössern. Ritter können Bauern metzeln und Schlösser einnehmen, Bauern bestellen das Land und bringen Punkte um neue Bauern oder Ritter zu machen und im Schloss werden diese dann produziert.

Technisch bedeutet dies, dass man wieder eine Javaklasse ableitet und bestimmte Methoden überschreibt. Es macht unglaublich Spass und ganz nebenbei lernt man viel über Java.

Hier ein Beispiel eines etwas dementen Rulers:

import com.ibm.ruler.*;
import java.util.Random;

public class MyRuler extends Ruler {
    public String getRulerName() {
        return "Simple Ruler";
    }

    public String getSchoolName() {
        return "IBM developerWorks";
    }
    public void initialize() {
    }
    protected Random rand = new Random();
    public void orderSubjects(int lastMoveTime) {

    IPeasant[] peasants = getPeasants();
    for (int i = 0; i < peasants.length; i++) {
                move(peasants[i], rand.nextInt(8) + 1);
        }
    }   
}

5. Kara

Kara der Käfer

Kara wurde von Swisseduc entwickelt und sieht schnufflig aus. Der “jööö”-Effekt soll aber nicht täuschen, denn beim Marienkäfer handelt es sich um eine ausgewachsene Zustandsmaschine. Mit dieser lassen sich einfachere und Komplexere Aufgaben lösen die im Programm vorgegeben sind. Das GUI ist sehr anwenderfreundlich und ermöglicht schnelle trial-error-Zyklen. Bis zum Schluss kann man die Grenzen von Zustandsmaschinen erfassen und bekommt ein gutes “Gefühl” für die Dinge.

Kara hat viele weitere Projekte: Multikara ermöglicht mehrere Zustandsmaschinen kooperativ zu betreiben, mit LegoKara kann ein richtiger Roboter Kara übernehmen und des Weiteren sind Anbindungen an viele Programmiersprachen vorhanden. Diese ermöglichen dann die Verbindung von der Zustandsmaschine zum Coden.

Zu Kara gibt es auch gute Unterrichtsmaterialien für eine Einführung in die Programmierung.


Buchempfehlung

Ein sehr beeinflussendes und eindrückliches Werk sind: A.K. Dewdney. Computer-Kurzweil und Computer-Kurzweil 2. Diese Bücher sprühen vor Ideen..! Leider gibt es keine Neuauflage und sie sind nur noch gebraucht zu erwerben…

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Coding, Desktop | 3 Komentare »

4 plattformübergreifende Alternativen zu Powerpoint

Geschrieben von skaldrom am 3. August 2007

Powerpoint ist nett für Präsentationen, unbestritten. Leider ist es nicht plattformübergreifend. Auch Webtechnisch macht es sich nicht so gut. Nundenn, was gibt es für Alternativen?

1. Openoffice Impress

Unbestritten, OpenOffice Impress ist ein beeindruckendes Produkt. Intressant ist, dass die Präsentation als PDF und als Flash Animation exportiert werden kann. Die Bedienung ähnelt der von PowerPoint und die Präsentationen können auch in diesem Format geladen und gespeichert werden.

Mit ein paar Templates von Zwahlen Design, OO-Extras, OO-Support, OpenOffice oder Chih-Hao Tsa ist der Einstieg auch leichter.

Dies ist ein Screenshot von OO-Impress:
Screenshot OO-Impress

Als kleiner Test:

2. KeyJnote

KeyJnote ist für interaktive Präsentationen gedacht. Es parst PDF-Dateien und erlaubt das Vorführen wie eine Präsentation. Es kann Zoomen, Herausheben, Seitenübergänge gestalten, etcetc. Die Einstellungen können in einer Extradatei abgespeichert werden. Eine besonders attraktive Methode wenn Unterrichtsskripts als PDF vorhanden sind und man nicht nur die nackten Blätter beamen will… Was tut man nicht alles um die Lernenden am Einschlafen zu hindern :-)

Das Spotlight-Feature

3. S5

S5 ist eine einfach geniale Entwicklung. Die Präsentation wird in einer HTML-Datei erstellt und mittels Stylesheets und Javascript formatiert. Das geht, und mit interessanten Features wie Inkrementeller Anzeige von Text und Grafiken, direktes Anspringen von Folien, viele Tastaturkommandos, etc. Am Besten schaut man sich die Intro-Präsi von S5 selbst an.

Ein Stylesheet ist schnell erstellt und mit ein bisschen Gewöhnung können auch einfache Präsentationen in annehmbarer Zeit gemacht werden. Der einzige Nachteil ist, das sich die Präsentation nicht in einer einzigen Datei speichern lässt.

4. LaTeX

Für LaTeX gibt es verschiedene Stylefiles, so zum Beispiel Prosper, oder mein Favorit: Beamer. Die Präsentationen die damit erstellt werden sind fantastisch und bieten viel Komfort wie das Anspringen von Folien, ein Themenüberblick, etc… Sie werden in ein PDF kompiliert und wenn man auf Fullscreen stellt, dann sieht es aus wie aus dem Ei gepellt: Ein geniales Tool!
Eine Beamer Präsi

Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl
  • Simpy
  • Spurl
  • YahooMyWeb

Ähnliche Artikel

Eingeordnet in Desktop | Keine Kommentare »

Redcode und CoreWars: Wilkies Benchmark für Linux

Geschrieben von skaldrom am 21. December 2006

Kennt noch jemand Corewars? Geiles Teil!!! Mein Problem war, dass der Wilkies Benchmark (JKW’s Beginner’s Benchmark), der eine Punktzahl für einen zu testenden Krieger ausspuckt, ein .bat File war mit QBasic-Erweiterung. Glücklicherweise hat Philipp Kendall ein C-Replacement geschrieben. Leider darf ich die aufbereitete Version hier nicht hochladen, aber das Vorgehen war das Folgende:

  1. Wilkies Benchmark herunterladen und alle .bat und .bas löschen.
  2. Das C-Replacement herunterladen, kompilieren und das Resultat in das Wilkiesverzeichnis tun.
  3. Eine Datei .kothrc erstellen. Auf der ersten Zeile den Pfad zum pmars (am Besten mit -p und -v 0 Option) eintragen, auf der zweiten Zeile die Linie aus dem Readme.txt des C-Replacements übernehmen.
  4. Alle Krieger umbenennen, so dass sie in Kleinbuchstaben geschrieben sind.
Teile und geniesse:
  • Technorati
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Digg
  • StumbleUpon
  • blogmarks
  • Furl